17. April 2026: Film und Filmgespräch „Der Funktionär”

Termin: 17. April 2026, Beginn 15.00 Uhr
Ort: Kirchliches Archivzentrum, Bethaniendamm 29, 10997 Berlin
Gast: Andreas Goldstein
Unkostenbeitrag: 5 EUR

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

wir laden Sie herzlich zu dem Essayfilm „Der Funktionär“ von Andreas Goldstein über seinen Vater Klaus Gysi (1912–1999) ein. Dieser war von 1957 bis 1966 Leiter des Aufbau-Verlags, von 1966 bis 1973 Kulturminister der DDR, von 1973 bis 1978 Botschafter in Italien und von 1979 bis 1988 Staatssekretär für Kirchenfragen. Horst Dohle (1935–2019), Gysis Büroleiter in seinem letzten Amt, spielte beim Aufbau des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung eine wichtige Rolle. Birgid Gysi (1940–9.1.2026) war bis zu ihrem Tod am Anfang des Jahres Mitglied unserer Gesellschaft. Wie auch die zwei nachstehend genannten Veröffentlichungen zeigen, steht das BISKF in einer engen Beziehung zu Gysis Wirken als Staatssekretär für Kirchenfragen. In der ersten der beiden Publikation wird Horst Dohle mit der folgenden Aussage zitiert:

 „Wenige Wochen nach dem Spitzengespräch zwischen Staat und Kirche am 6. März 1978 teilte Volksbildungsministerin Margot Honecker dem zuständigen Abteilungsleiter in der Dienststelle von Gysi durch ihren Staatssekretär mit: ‚Seit Gysi im Amt ist, werden die Kirchen immer aufmüpfiger.‘“

Der „Funktionär“ vermittelt nicht nur intime Einblicke in die Lebensgeschichte Klaus Gysis. Er macht auch an einer prominenten Figur des politischen Lebens die Geschichte der DDR erfahrbar. Das in dem Film verwendete Bildmaterial verdient es, extra hervorgehoben zu werden. Es ist uns eine besondere Ehre, mit Andreas Goldstein über beides sprechen zu können.

Nähere Informationen zum Film und seinem Regisseur finden sich unter diesem Link: Der Funktionär. Dort kann man sich auch das Presseheft herunterladen und sich einen zweiminütigen Trailer ansehen.
Wir würden uns freuen, zusammen mit Ihnen den Film über Klaus Gysi anzuschauen und über das Wirken seines Hauptdarstellers in der DDR zu diskutieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift Prof. Dr. Horst Junginger
Unterschrift Dr. Joachim Heise

Prof. Dr. Horst Junginger

Dr. Joachim Heise